Historische Orte und Wahrzeichen
Rothenburg ob der Tauber bietet viele Einblicke in seine reiche Geschichte. Die Altstadt ist ein internationales Reiseziel. Entdecken Sie die markantesten Punkte.
Rothenburg ob der Tauber liegt 80 Kilometer westlich von Nürnberg. Die Stadt hat knapp 11.000 Einwohner. Sie ist weit über Deutschland hinaus für ihre mittelalterliche Altstadt bekannt. Diese wurde wunderbar erhalten oder teils authentisch restauriert.
Das Plönlein und seine Bedeutung
Das Plönlein ist ein bekanntes Fotomotiv der Stadt. Ein schiefes, gelbes Fachwerkhaus steht hier im Mittelpunkt. "Plönlein" bedeutet "kleiner Platz am Brunnen". Dazu gehören auch der Brunnen und zwei Türme. Der Siebersturm führt ins Spitalviertel. Der Turm des Kobolzeller Tores zeigt Richtung Taubertal. Die ältesten Teile des Fachwerkhauses stammen aus dem 16. Jahrhundert. Es war eine Inspiration für Disneys "Pinocchio" von 1940.
Das Plönlein ist ein beliebtes Postkartenmotiv.
Marktplatz und Rathaus
Der Marktplatz ist das Herz von Rothenburg. Hier steht das monumentale Rathaus. Es wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut. Mit seiner Renaissance-Fassade und einer Schautreppe wirkt es wie ein Schloss. Die Ratstrinkstube wurde vor 1446 gebaut. Sie war nur für Stadtratsmitglieder zugänglich. Farbenfrohe Häuser und der Marktplatzbrunnen laden zum Verweilen ein.
Besteigen Sie den Rathausturm für einen Panoramablick.
Die Jakobskirche für Pilger und Besucher
Rothenburg liegt an sechs Jakobswegen. Die Jakobskirche wurde 1484 fertiggestellt. Jährlich besuchen etwa 1.000 Pilger die Kirche. Berühmt ist der "Heilig-Blut-Altar" von Tilman Riemenschneider. Kirchenführungen geben spannende Details dazu. Die bunten Fenster im Ostchor sind im Morgenlicht besonders schön. Die Rieger-Orgel der Jakobskirche gehört zu den größten in Bayern. Orgelkonzerte sind eine besondere Erfahrung.
Der Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider.
Besuchen Sie die Kirche am Morgen für das beste Licht auf die Fenster.
Gerlachschmiede - ein Märchenhaus
Die Gerlachschmiede ist ein weiteres bezauberndes Fachwerkhaus. Es hat ein spitzes, trichterförmiges Dach. Eine Wetterfahne ziert das Dach. Das Originalhaus entstand im 15. Jahrhundert. Es wurde 1945 zerstört. Danach wurde es originalgetreu wieder aufgebaut. Bis 1967 diente es als Schmiede für Pferde. Heute ist es als eines der schönsten Fachwerkhäuser Rothenburgs bekannt.
Rothenburgs Mauern und Türme erkunden
Die Stadtmauer von Rothenburg umschließt die Altstadt. Sie bietet besondere Ausblicke. Entdecken Sie die Verteidigungsanlagen und spazieren Sie auf historischen Pfaden.
Rothenburg ob der Tauber erhielt im 16. Jahrhundert den Beinamen 'Fränkisches Jerusalem'. Dies liegt an seinem historischen Stadtbild und der Stadtmauer. Besucher betreten die Altstadt noch heute durch die sechs Stadttore.
Der Röderturm als Aussichtspunkt
Der Röderturm ist der einzige begehbare Turm der Stadtmauer. 103 Stufen führen hinauf. Von oben haben Sie eine fantastische Aussicht über die Altstadt. Der Turm beherbergt eine Ausstellung. Sie zeigt die Stadtentwicklung und die frühere Stadtverteidigung. Der Turm entstand im 14. Jahrhundert als Meldeposten. Er wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Kurz danach wurde er wieder aufgebaut.
103 Stufen bis zur Aussichtsplattform.
Spaziergang auf dem Rothenburger Turmweg
Die Stadtmauer wurde im 14. Jahrhundert zur Stadtverteidigung errichtet. Einen guten Eindruck bekommen Sie auf dem "Rothenburger Turmweg". Er führt auf etwa 4 Kilometern rund um die Altstadt. Zahlreiche Informationstafeln säumen den Weg. Der Weg eröffnet immer wieder schöne Blicke auf die Altstadt. Sie sehen die 46 historischen Türme. Die Stadtmauer wurde nach Kriegszerstörungen größtenteils wieder aufgebaut. Eine Wanderung auf dem Rothenburger Turmweg dauert etwa zweieinhalb Stunden.
Der Turmweg ist etwa 4 km lang.
Eine Wanderung auf dem Rothenburger Turmweg dauert etwa zweieinhalb Stunden.
Der Boden auf der Stadtmauer ist teilweise uneben und nicht kinderwagentauglich.
Museen in Rothenburg
In Rothenburg ob der Tauber finden Sie Museen für besondere Interessen. Tauchen Sie ein in die Weihnachtswelt oder die Rechtsgeschichte.
Die Museen in Rothenburg bieten Ihnen einzigartige Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche.
Deutsches Weihnachtsmuseum
Das Deutsche Weihnachtsmuseum ist ein Muss für Weihnachtsfans. Es befindet sich in Käthe Wohlfahrts Weihnachtsmuseum. Das Museum entführt Sie in die Geschichte der Weihnacht. Es zeigt die Entwicklung von Bräuchen. Es ist an 7 Tagen die Woche geöffnet. Im Museum finden Sie Objekte, die zwischen 1870 und 1950 entstanden sind. Dazu gehören Christbäume und -schmuck, Schwibbögen und Weihnachtskarten. Unter dem Museum gibt es ein "Einkaufsparadies" mit 12.000 Weihnachtsartikeln. Rothenburg gilt als "Weihnachtshauptstadt Deutschlands".
Geöffnet 7 Tage die Woche.
Herrngasse 1, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Mittelalterliches Kriminalmuseum
Das Mittelalterlichen Kriminalmuseum ist Europas größtes Rechtskundemuseum. Es liegt im ehemaligen Johanniterkloster. Das Museum behandelt 1000 Jahre deutsche und europäische Rechtsgeschichte. Es zeigt etwa 50.000 Exponate. Schwerpunkte sind das Mittelalter, Hexenverfolgungen und Kriminalfälle. Sie können Folterinstrumente wie Streckbänke und Daumenschrauben sehen. Das Gewölbe zeigt Folterstühle. Es gibt auch eine Sammlung von Schandmasken. Das Museum räumt mit Vorurteilen auf. Ein Café in der Scheune bietet eine Pause. Wir empfehlen es für Kinder ab 10 Jahren.
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahre.
Burggasse 3-5, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Planen Sie viel Zeit für den Besuch ein.
Historiengewölbe mit Verliesen
Das Historiengewölbe befindet sich tief unter dem Rathaus. Hier waren einst die Verliese der Stadt. Einige Verliese sind heute zugänglich. Es gibt auch eine rekonstruierte Folterkammer. Eine Ausstellung zeigt Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Sie sehen originale Ausstellungsstücke zur damaligen Kriegsführung. Viele der Waffen und Uniformen wurden tatsächlich verwendet.
Natur, Erholung und Feste
Abseits der historischen Gebäude bietet Rothenburg auch grüne Oasen und spannende Erlebnisse. Die Umgebung ist ideal für Familien und Naturfreunde.
Das Taubertal rund um Rothenburg ob der Tauber ist wunderschön. Es ist ideal für Fahrradtouren und Wanderungen. Die Stadt liegt hoch über der Tauber. Es gibt insgesamt 13 verschiedene Rundwanderwege um die Stadt. Der Tauber-Mühlenweg lohnt sich besonders. Auf ihm entdecken Sie Mühlen und haben Ausblicke auf die Stadt.
Burggarten: Grüne Oase und Panoramablicke
Der Burggarten ist eine grüne Oase der Stadt. Sie betreten ihn am besten über das Burgtor. Von den Aussichtskanzeln genießen Sie den besten Blick über die Stadt und das Taubertal. Eine imposante Burg gibt es hier heute nicht mehr. Von der Stauferburg ist nur eine kleine Gedenkstätte übrig. Der Garten ist ein Ort zum Entspannen. Hier finden Sie einen Figurengarten und alte Bäume. Der Park entstand im 19. Jahrhundert. Er ist 1,4 Hektar groß.
Nehmen Sie Ihre Kamera für die Aussicht mit.
Alte Burg, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Die Doppelbrücke im Taubertal
Die Tauberbrücke wird "Doppelbrücke" genannt. Sie besteht aus zwei Bogenreihen übereinander. Ihre Ursprünge gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Die Brücke erinnert an ein römisches Viadukt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie gesprengt. Danach wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut. Die Doppelbrücke ist ein schönes Fotomotiv. Sie ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Der Mühlenweg und die Jakobswege beginnen hier. Sechs Jakobswege treffen sich in Rothenburg.
Erbaut im 14. Jahrhundert.
Familienfreundliche Aktivitäten in der Umgebung
Für Familien gibt es viele Angebote außerhalb der Altstadt. Eine Tour mit dem Nachtwächter ist unvergesslich. Er führt bei Nacht durch dunkle Gassen. Er erzählt Anekdoten und Historisches. Das Wirtshaus "Unter den Linden" hat einen Biergarten an der Tauber. Kinder können dort im flachen Wasser planschen. Es gibt einen Spielplatz und gute fränkische Küche. Der Naturerlebnis-Spielplatz Neue Burg liegt in Wald und Wiesen. Er hat Spielgeräte aus Holz. Kinder können balancieren, schaukeln und rutschen. Im Sommer sorgt das Naturbad Nordenberg für Abkühlung. Der smaragdgrüne See hat einen Wasserspielplatz. Der Münstersee im Herrgottstal ist etwa 20 Fahrminuten entfernt. Er bietet einen Abenteuer-Wasserspielplatz. Es gibt Liegewiesen und einen Kiesstrand. Im Kletterwald Rothenburg können Sie in Höhen von bis zu 17 Metern klettern. Es gibt 150 Hindernisse. Kinder ab 5 Jahren können die grünen Parcours nutzen.
Wirtshaus "Unter den Linden": Kurze Steige 7B, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Naturerlebnis-Spielplatz Neue Burg: Klosterweth, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Naturbad Nordenberg: Am Waldschwimmbad, 91635 Windelsbach.
Münstersee: 97993 Creglingen.
Kletterwald Rothenburg ob der Tauber: 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Kletterwald: Kinder ab 5 Jahren.
Pfingstfestspiele "Der Meistertrunk"
Die Pfingstfestspiele finden jedes Jahr am Pfingstwochenende statt. Das historische Festspiel "Der Meistertrunk" wird aufgeführt. Es handelt von der Eroberung Rothenburgs im Dreißigjährigen Krieg. Viele Schauspieler kommen aus der Region. Rothenburg verwandelt sich in ein mittelalterliches Spektakel. Es gibt Gaukler und Kunsthandwerker. Buntes Markttreiben, Musik und historische Festumzüge sind zu sehen. Die Aufführungen finden in der gesamten Altstadt statt. Dazu gehören die Festwiese und der Kaisersaal.
Jährlich am Pfingstwochenende.
Weitere Tipps für Ihren Aufenthalt
Rothenburg ob der Tauber ist ein Teil der berühmten "Romantischen Straße". Dies ist Deutschlands älteste Ferienstraße. Sie verbindet 29 malerische Orte.
Die "Romantische Straße" ist 460 Kilometer lang. Sie führt durch Bayern. Sie können in Würzburg im Norden starten. Oder in Füssen im Süden. Entdecken Sie Schlösser wie Neuschwanstein. Oder Städte wie Dinkelsbühl. Die Reise bietet kulturelle Highlights. Die Landschaft wechselt zwischen Main und Alpen. Der Roadtrip lässt sich gut mit Ausflügen ins Taubertal verbinden. Die Offizielle Website von Rothenburg ob der Tauber bietet weitere Informationen. Die Stadt bietet auch diverse Rundwanderwege.